© 2016 Till Tolkemitt
 

Gib dem Kind einen Namen.

October 15, 2016

 

Eine schöne Tradition ist, Projekten einen Namen zu geben. Im M&A-Bereich wird dies getan, damit die Beteiligten nicht den echten Namen des Unternehmens in den Mund oder auf das Slide nehmen müssen, das ge- oder verkauft wird. Denn meistens ist der Vorgang streng geheim - solange, bis der Verkauf besiegelt ist und Konkretes zu sagen. So soll Unruhe im Unternehmen und im Markt und Unsicherheit bei Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten vermieden werden. Meine letzten M&A-Projekte hießen "Green", "Dart", "Laser" und "Origami". Da entwickelt sich eine ganz eigene Kunst der guten Namensgebung, denn die Pseudonyme waren alle durchaus treffend!

In einem aktuellen Projekt haben wir gerade einen Namen vergeben, und da geht es nicht um Geheimhaltung sondern vielmehr um die Gründung eines Start-ups innerhalb eines schon bestehenden und sehr erfolgreichen Unternehmens. Und damit Start-ups gedeihen können brauchen sie eben einen Namen, da sind sie wie Kinder. Das ist natürlich noch nicht der spätere Brand-Name, der jetzt noch nicht feststeht, es wäre ein Fehler, hier zu früh eine Entscheidung zu fällen.

Der Name des Projekts ist "Platon" und er kommt vom ungekrönten Weltmeister der Zunft der Projektnamensgebung Peter Goldammer, den ich seit nunmehr fast 20 Jahren kenne und schätze und mit dem ich das Vergnügen habe, das Projekt zu verantworten. Peter war u.a. Chef von Scholz & Friends und anderen Agenturen und ist jetzt auch Buchautor. Ein Geschichtenerzähler also und Bilder-Bauer. Er brauchte genau 5 Sekunden um auf meine SMS mit der Bitte um einen Projektnamen zu antworten. Leider ist das Projekt noch nicht so spruchreif, dass ich hier erzählen kann, um was es geht, aber glauben Sie mir, der Name trifft so genau, dass es fast schon gespenstisch ist. Und vielleicht ist das ja auch eine gute Buchidee, für Listen-Buchautor Enzensberger oder sogar Peter Goldammer selbst: Das Buch der besten Projektnamen und ihrer Geschichte?

 

(Bild: Das Gastmahl des Plato, Anselm Feuerbach, 1873, zu sehen in der Alten Nationalgalerie in Berlin)

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